Aktuelles
Aktuelles
In Brandenburg entsteht ein landesweites Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk für Betroffene von Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel unter der Trägerschaft von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg. Ziel ist es, Betroffenen Schutz, Hilfe und langfristige Perspektiven zu bieten und die Zusammenarbeit aller relevanten Stellen zu stärken. Bislang existieren in Brandenburg nur wenige spezialisierte Angebote, etwa für ausgebeutete Frauen in der Prostitution. Ein flächendeckendes Hilfsnetz fehlt. Das neue Projekt schließt diese Lücke.
Kern des Vorhabens ist ein Netzwerk aus Behörden, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen. Es soll eine verbindliche Verweisstruktur schaffen: Verdachtsfälle können so schneller erkannt und Betroffene direkt an passende Hilfen weitergeleitet werden. Das Angebot reicht von medizinischer und psychologischer Stabilisierung über die Sicherung des Lebensunterhalts bis zur beruflichen Neuorientierung. Damit werden Schutz, Versorgung und soziale Teilhabe von Betroffenen in Brandenburg verbessert.
Das Projekt orientiert sich an der Europaratskonvention Nr. 197 gegen Menschenhandel und stärkt die Kooperation von staatlichen und nichtstaatlichen Stellen. Das Vorhaben wird in Kooperation mit unserer Fachstelle Migration und Gute Arbeit Brandenburg und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz Brandenburg umgesetzt. Gefördert wird es aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und durch das Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg kofinanziert.