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Volle Pulle Berlin- Berlin und das Wasser

03.08.2020 – 07.08.2020
60 Quadratkilometer von insgesamt 892 Quadratkilometern Berlins sind von Wasser bedeckt. Auf den verbleibenden 832 Quadratkilometern leben rund 3,5 Millionen Menschen, die jeden Tag Wasser benötigen: zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen. Dazu kommen noch die ca. 13 Millionen Gäste jährlich und die unterschiedlichsten Industriezweige, die Wasser verbrauchen. Allen gemeinsam ist, dass sie Abwasser produzieren: rund 220 Millionen Kubikmeter jährlich. Berlin ohne Wasser? Undenkbar! Ohne die Wasserwege wäre Berlin auch nicht erbaut worden – Transportmittel auf den vielen Kanälen war der Lastkahn, auch Ziegel-Zille genannt. Wir erkunden die ehemalige Hansestadt Berlin und lernen dabei: Wasser und Politik liegen eng beieinander! Der Kanalbau war eine frühe Form der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme: Einige Kanäle wurden als Reaktion auf die Märzrevolution im Jahr 1848 zur Befriedung der Arbeitslosen gebaut. Die rund um das Berliner Wasser angesiedelten proletarischen Schiffer waren später eine in und um Berlin wichtige Zielgruppe für die Sozialdemokratie. Der marinebegeisterte Kaiser Wilhelm II. unterhielt einen Privathafen direkt vor dem Stadtschloss. Die Leiche der von Freikorps-Soldaten ermordeten Rosa Luxemburg wurde in den Landwehrkanal geworfen. Manche Fluchtversuche endeten nach dem Bau der Mauer im Grenzgewässer der Spree. Auch die wirtschafts- und umweltpolitische Bedeutung des Wassers und touristische Aspekte werden im Seminar behandelt.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
03.08.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
07.08.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Anne Wengenroth, Andreas Gudat-Wengenroth
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt