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Das rote Berlin - Geschichte der Arbeiterbewegung (Fahrradseminar)

29.06.2020 – 03.07.2020
Berlin galt lange Zeit als Arbeiterstadt, davon zeugen die Mietskasernen, die um 1900 entstanden sind, ebenso wie die zahlreichen industriellen Standorte in der Stadt. In diesem Milieu entstand und entwickelte sich nicht zuletzt eine starke Arbeiterbewegung. Wir erkunden im Seminar Entstehungs- und Wirkstätten der Arbeiterbewegung. Welche gesellschaftlichen und architektonischen Räume entstanden in den Kämpfen um die Rechte der Arbeiter*innen in Berlin? Wem waren und sind diese Räume zugänglich? Wie haben diese Orte selbst die Arbeiterbewegung geformt? Gewerkschaftshäuser und die Anfänge genossenschaftlichen Wohnungsbaus und Handels zeugen von der Kunstfertigkeit der aufstrebenden Bewegung in den 1920er-Jahren. Kulturelle Aktivitäten zeigen sich in Buchläden, Theatern und Einrichtungen politischer Bildung. Wir beschäftigen uns aber auch mit den Konflikten innerhalb der Arbeiterschaft Berlins und schließlich auch mit der Teilung der Stadt: In Ost und West bildeten sich sehr unterschiedliche Strukturen heraus, die nicht ohne Konflikte wieder vereint werden konnten. In diesem Seminar verschaffen wir uns einen
Überblick über die Geschichte der Arbeiterbewegung Berlins. Im Rahmen des Seminars besuchen wir die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau, die seit 2017 zum Weltkulturerbe gehört, verschiedene Gewerkschaftshäuser, das Berliner Ensemble und den Friedhof der Sozialisten.
Wir fahren nicht an allen Tagen mit dem Fahrrad, aber auf jeden Fall am ersten Seminartag! Es werden keine Fahrräder von ARBEIT UND LEBEN gestellt.

Für Mitglieder der NGG Region Berlin-Brandenburg und die IG BCE Berlin-Mark Brandenburg übernehmen die Gewerkschaften die Teilnahmegebühren.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
29.06.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
03.07.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Andrea Wodke, Rainer Böger
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt