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Berliner Clubkultur zwischen Tourismusboom und Gegenkultur

15.06.2020 – 19.06.2020
Die Clubkultur ist einer der größten Imagefaktoren der Hauptstadt und lockt jedes Wochenende tausende Touristen zum Feiern in die Stadt. Clubs bieten geschützte Räume in denen nach der „Do-it-yourself“ Strategie ein Gefühl der Freiheit und Gleichberechtigung geschafften wird. Wie aber hat sich diese Szene aus einer geteilten Stadt mit unterschiedlichen Werten nach der Wende entwickeln können? Wer sind die Protagonist*innen, die hinter der Clubkultur stehen und was sind ihre Ziele, Aufgaben und Wünsche für die Stadt? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wird die Entstehung der elektronisch produzierten Musik sowie die Stadtgeschichte Berlins insbesondere der letzten 30 Jahre betrachtet. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung der Bezirke Kreuzberg-Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Mitte und Treptow-Köpenick. Es werden die Produktions- und Wirkstätten der Berliner Clubkultur besucht und Informationsgespräche zu szenerelevanten Themen geführt. Diese beginnen beim Clubbetrieb, über technische Abläufe, DJing, der Kultur- und Musikproduktion bis hin zur intensiven Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern. Die Clubszene nimmt einerseits eine identitätsstiftende Rolle für das Stadtimage ein und ist andererseits mit Verdrängung durch Investorenprojekte und Nachverdichtung für Wohnraum in einer wachsenden Stadt konfrontiert. Akteurinnen und Akteure der Szene beschäftigen sich mit unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Problemstellungen und versuchen gleichzeitig ihre eigenen kulturellen Ansprüche mit der Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmen sowie dem Wunsch nachhaltig zu Handeln in Übereinstimmung zu bringen.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
15.06.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
19.06.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Hanna Mauksch, Jakob Turtur
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt