top


Berlin postkolonial - Auseinandersetzungen um den deutschen Kolonialismus

28.09.2020 – 02.10.2020
Deutschland war bis Ende des Ersten Weltkriegs eine wichtige Kolonialmacht. Deutsche siedelten im heutigen Namibia, in Kamerun, Togo, Tansania, Ruanda und Burundi - die Liste ließe sich fortsetzen. Deutsche Kolonialisator*innen annektierten Gebiete, unterwarfen deren Bewohner*innen unter rassischen Kriterien, zwangen sie zu Arbeit und bekämpften sie blutig: Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts wurde von Deutschen an den Hereros und Namas in Südwestafrika begangen. Zugleich entstanden in deutschen Zoos sogenannte „Völkerschauen“ der kolonisierten Bevölkerung. Wir möchten diesen Teil der deutschen Geschichte besser kennenlernen, die Hinterlassenschaft der deutschen Kolonialzeit aufzeigen und die daraus resultierenden Probleme in den Ländern thematisieren. Wir suchen gemeinsam nach den Spuren in Berlin: Noch heute finden wir Straßenbezeichnungen nach Kolonialherren, ein afrikanisches Viertel mit Parzellen wie „Klein-Afrika“ und Raubkunst im Humboldt-Forum. Im Seminar hinterfragen wir die eurozentrische Sichtweise auf Afrika und das deutsche Engagement in den Kolonien kritisch und fragen, wie sich unser Umgang mit unserer Kolonialvergangenheit verändert hat.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
28.09.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
02.10.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Anne Wengenroth, Andreas Gudat-Wengenroth
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt