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Berlin postkolonial - Auseinandersetzungen um den deutschen Kolonialismus

25.10.2021 – 29.10.2021 (ausgebucht, nur noch Wartelistenplätze)
Deutschland war bis Ende des Ersten Weltkriegs eine wichtige Kolonialmacht. Deutsche siedelten im heutigen Namibia, Kamerun, Togo, Tansania, Ruanda und Burundi - die Liste ließe sich fortsetzen. Deutsche Kolonialisator*innen annektierten Gebiete, unterwarfen deren Bewohner*innen unter rassische Kriterien, zwangen sie zu Arbeit und bekämpften sie blutig: Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts wurde von Deutschen an den Herero und Nama in Südwestafrika begangen. Zugleich entstanden in deutschen Zoos sog. „Völkerschauen“ der kolonisierten Bevölkerung. Wir möchten diesen Teil der deutschen Geschichte besser kennenlernen, die Hinterlassenschaft der deutschen Kolonialzeit aufzeigen und die daraus resultierenden Probleme in den Ländern thematisieren. Wir suchen gemeinsam nach den Spuren in Berlin: Noch heute finden wir Straßenbezeichnungen nach Kolonialherren, ein afrikanisches Viertel mit Parzellen wie „Klein-Afrika“ und Raubkunst im Humboldt-Forum. Im Seminar hinterfragen wir die eurozentrische Sichtweise auf Afrika und das deutsche Engagement in den Kolonien kritisch und fragen, wie sich unser Umgang mit unserer Kolonialvergangenheit verändert hat.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
25.10.2021 um 09:00 Uhr
Ende:
29.10.2021 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Anne Wengenroth & Andreas Gudat-Wengenroth
Veranstaltungsort:
Raum 1.100, ARBEIT UND LEBEN Berlin-Brandenburg, Kapweg 4, 13405 Berlin
Teilnehmerbeitrag:
180,00 EUR / 95,00 EUR ermäßigt