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Wandel Berliner Hinterhöfe - von verrußten Mietskasernen bis zum gentrifizierten Hinterhof-Café

30.03.2020 – 03.04.2020 (ausgebucht, nur noch Wartelistenplätze)
Die Gegensätze könnten kaum krasser sein: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten Arbeiter*innen zusammengepfercht in verrußten Mietskasernen, die zugleich Produktionsort waren. Beispielhaft steht hierfür der berüchtigten Meyerhof. In den Gartenhöfen des Bürgertums hingegen strebte man nach Luft, Licht und Sonne. Dieser Dreiklang ist auch heute wieder in aller Munde: Nach Jahrzehnten von Verfall der Hinterhöfe werden nach der Wende nicht nur Höfe von alten Fabriken neu designed, sondern auch Wohnkomplexe werden saniert und aufgewertet. Als Bestandteil einer Gentrifizierungsstrategie kann so der Wohnwertgesteigert und die Mieten gesteigert werden. Die Hackeschen Höfe, die Heckmannhöfe und der Kunsthof in der Spandauer Vorstadt ziehen Touristen*innen und Berliner*innen gleichermaßen an. Wir fragen im Seminar danach: Was erzählen uns Höfe also über den Platz ihrer Bewohner*innen in einer Gesellschaft? Welche Licht- und Schattenseiten haben Berliner Höfe? Welche städtebaulichen Interessen standen und stehen hinter der Gestaltung und Sanierung von Höfen? Welche Bedeutungen haben Höfe heute für die Stadtkultur?
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
30.03.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
03.04.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Rainer Böger, Andrea Wodke
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt