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Gedenkpolitik in Zeiten der 180 Grad-Wende - Zwischen der Entdeckung neuer Opfergruppen, staatlichem Gedenken und Verdrängen

07.12.2020 – 11.12.2020
Mit seiner Forderung nach einer Kehrtwende in der Gedenkpolitik hat der AfD-Vorsitzende Höcke einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das offizielle Erinnern an den Nationalsozialismus ist in Deutschland von einer Einsicht in die Kriegsschuld und die Pflicht zum angemessenen Gedenken geprägt. Aber was ist ein angemessenes Erinnern an das größte Verbrechen der Menschheit? Wie kann eine Gesellschaft mit einer solchen Verantwortung angesichts des Sterbens der Holocaust-Überlebenden einerseits und einer erstarkenden Rechten andererseits umgehen? Wir fragen auch nach Kontinuitäten: Welche Tätergruppen sind in Amt und Würden geblieben und haben die Politik auch nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt? Welche ideologischen Fragmente haben noch Bestand in Polizei und Justiz? Warum ist die Opfergruppe der sog. Asozialen noch immer marginalisiert? Woher kommt der Unwille vieler, sich mit der deutschen Vergangenheit auseinander zu setzen – zumal in der eigenen Familie? Wir machen uns auf die Suche nach Antworten und treffen verschiedene Akteur*innen in der Erinnerungslandschaft. Auch können Vergleiche zwischen ost- und westdeutscher Erinnerungs- und Entschädigungspolitik uns neue Perspektiven ermöglichen.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
07.12.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
11.12.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Rainer Böger, Anne Zetsche
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt