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Vielfalt ohne Einheit? Visionen für ein neues Europa

19.10.2020 – 23.10.2020
Nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs nahm eine Vision politische Gestalt an: Frieden für Europa zu ermöglichen durch Zusammenarbeit, Demokratie und Wohlstand. Europa, das ist die Idee der "Einheit in Vielfalt". Nach 50 Jahren ist jedoch Ernüchterung eingekehrt. Banken- und Euro-Krise, soziale Spaltungen, Abschottung und neue Grenzen, Brexit, Rechtsextremismus, anhaltende Bürgerdistanz und ein wahrgenommenes Demokratiedefizit beeinträchtigen den Zusammenhalt auf dem Kontinent. Krisen bieten aber immer eine Chance, die Weichen anders zu stellen. Sollten die EU-Staaten künftig enger zusammenarbeiten und Freiheit, Gleichheit, Solidarität europaweit organisieren? Oder sollten die Nationalstaaten in ihrer Souveränität gestärkt und neue Wege der europäischen Kooperation beschritten werden? Welche Rolle hätte Deutschland in Europa zu spielen? Welche Aufgaben erwachsen für Europa aus dem geopolitischen Spiel der Mächte?
Im Seminar erkunden wir Berlin als Drehscheibe zwischen Ost und West und diskutieren aktuelle Fragen zu Europa. Wir erfahren Hintergründe zu den Problemen des Euro-Projekts, befassen uns mit dem Grenzregime Europas und aktuellen Entwicklungen des Rechtspopulismus. Wir simulieren eine Sitzung des EU-Parlaments, diskutieren über Lobbyismus in Brüssel, diskutieren über den Vorstoß für eine gesamteuropäische Armeebegegnen und lernen, warum der Club der polnischen Versager so erfolgreich ist. Im Bundestag diskutieren wir mit einem Abgeordneten unsere Visionen eines sozialen, demokratischen und klimagerechten Europas der Bürger*innen.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
19.10.2020 um 09:00 Uhr
Ende:
23.10.2020 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Christian Scholz Alvarado, Sophia Bickhardt
Veranstaltungsort:
Berlin
Teilnehmerbeitrag:
155,00 EUR / 70,00 EUR ermäßigt