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Volle Pulle Berlin - Berlin und das Wasser

02.08.2021 – 06.08.2021 (ausgebucht, nur noch Wartelistenplätze)
60 Quadratkilometer von insgesamt 892 Quadratkilometern Berlin sind Wasser. Auf den verbleibenden 832 Quadratkilometern leben rund 3,5 Mio. Menschen, die jeden Tag ihr Wasser benötigen: zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen. Dazu kommen noch die ca. 13 Mio. Gäste jährlich und die unterschiedlichsten Industriezweige, die Wasser verbrauchen. Allen gemeinsam ist, dass sie Abwasser produzieren: rund 220 Millionen Kubikmeter. Berlin ohne Wasser? Undenkbar! Ohne die Wasserwege wäre Berlin auch nicht erbaut worden – Transportmittel auf den vielen Kanälen war der Lastkahn, auch Ziegel-Zillen genannt. Wir erkunden die ehemalige Hansestadt Berlin und lernen dabei: Wasser und Politik liegen eng beieinander! Der Kanalbau war eine frühe Form der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme: Einige Kanäle wurden in Reaktion auf die Märzrevolution im Jahre 1848 zur Befriedung der Arbeitslosen gebaut. Die rund um das Berliner Wasser angesiedelten proletarischen Schiffer waren später eine in und um Berlin wichtige Zielgruppe für die Sozialdemokratie. Der Marine begeisterte Kaiser Wilhelm II unterhielt einen Privathafen direkt vor dem Stadtschloss. Die Leiche der von Freikorps-Soldaten ermordeten Rosa Luxemburg wurde in den Landwehrkanal geworfen. Manche Fluchtversuche endeten nach dem Bau der Mauer im Grenzgewässer der Spree. Auch die wirtschafts- und umweltpolitische Bedeutung des Wassers und touristischen Aspekte sollen im Seminar behandelt werden.
Diese Veranstaltung im Überblick
Beginn:
02.08.2021 um 09:00 Uhr
Ende:
06.08.2021 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsleitung:
Anne Wengenroth & Andreas Gudat-Wengenroth
Veranstaltungsort:
Raum 1.100, ARBEIT UND LEBEN Berlin-Brandenburg, Kapweg 4, 13405 Berlin
Teilnehmerbeitrag:
180,00 EUR / 95,00 EUR ermäßigt