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Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel

Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel sind Realität – auch in Deutschland. Insbesondere migrantische und neu zugewanderte Arbeitnehmer*innen sind besonderen Risiken ausgesetzt.

Beispielsweise fehlende Sprach- und Rechtskenntnisse, Hürden beim Zugang zum regulären Arbeitsmarkt sowie aufenthaltsrechtliche Bestimmungen können Zwangslagen begünstigen und Betroffene daran hindern ausbeuterische Arbeitssituationen zu verlassen.

Die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel setzt sich bundesweit für nachhaltige Strukturen zur Unterstützung der Betroffenen und zur effektiven Strafverfolgung der Täter*innen ein.

Die Einrichtung der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel im August 2017 beruht auf Anregungen der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) koordinierten Bund-Länder Arbeitsgruppe gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung.

Die Servicestelle baut auf den Erfahrungen des Projektes „Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“ auf. Sie trägt dazu bei Kooperationsstrukturen gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel bundesweit auf- und auszubauen und somit Kompetenzen innerhalb der zuständigen Stellen zu stärken. Sie vermittelt Kenntnisse als auch ein Bewusstsein für ausbeuterische Arbeits- und Zwangssituationen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene.

Zentrales Anliegen der Servicestelle ist die Vernetzung. Hierfür arbeitet sie an folgenden Aktivitäten:

  • Bestandsaufnahme und Dokumentation landesspezifischer Regelungen und Aktivitäten zu den Themen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel
  • Durchführung von Schulungen zu rechtlichen Grundlagen, der Identifizierung von Betroffenen und der Zusammenarbeit mit relevanten Akteur*innen
  • Förderung des internationalen Austausches


Das Angebot der Servicestelle richtet sich insbesondere an Strafverfolgungsbehörden, Gewerkschaften, Arbeitgeber*innenverbände, Arbeitsschutzbehörden, Ausländerbehörden, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Landesministerien, einschlägige Beratungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure im gesamten Bundesgebiet.

Unsere Flyer zum Download

Flyer Deutsch
Flyer Englisch